
POWERSPINE bei Movendus · Konzept nach Dr. Alfen
POWERSPINE in Kaltenkirchen & Hamburg-Winterhude
Isoliertes Training der tiefen Rücken- und Nackenmuskulatur an Spezialgeräten – kurz, messbar und durchgehend 1:1 betreut.
Betreuung und fachliche Prüfung dieser Seite: Max Dietrich und Sven – beide Physiotherapeuten und zertifizierte POWERSPINE Practitioner · Stand: 29.09.2026
Was ist POWERSPINE?
POWERSPINE ist ein medizinisches Trainingskonzept für Rücken und Nacken, entwickelt vom Würzburger Wirbelsäulenspezialisten Dr. Florian Maria Alfen gemeinsam mit Physiotherapeuten, Sportwissenschaftlern und Ingenieuren. Es trainiert gezielt die tiefe, direkt an der Wirbelsäule ansetzende Muskulatur – isoliert von den großen Muskeln, die sonst die Arbeit übernehmen.
Dafür gibt es zwei Geräte: POWERSPINE Back für die Lendenwirbelsäule und POWERSPINE Neck für Hals- und obere Brustwirbelsäule. Pro Gerät dauert das Training höchstens 150 Sekunden: ein einziger, langsamer Satz von 12 bis 15 Wiederholungen, bis die Tiefenmuskulatur erschöpft ist. Mehr braucht es nicht – mehrere Sätze bringen laut Studien keinen zusätzlichen Nutzen.
Bei Movendus trainieren Sie nie allein. Max Dietrich in Kaltenkirchen und Sven in Winterhude stellen die Geräte auf Sie ein, begleiten jede Einheit und entscheiden mit Ihnen, wie weit die Belastung heute gehen darf. Wer die beiden sind und was die Studien zu dieser Trainingsform zeigen, steht weiter unten.
Alles, was Sie wissen müssen
- Was ist POWERSPINE?
- Was die Geräte anders machen
- Warum die Tiefenmuskulatur?
- So läuft das Training ab
- Anwendungsgebiete
- Ihre Trainer
- Was POWERSPINE leisten kann – und was nicht
- Was die Studienlage hergibt
- Grenzen, Sicherheit & Gegenanzeigen
- POWERSPINE vs. klassisches Gerätetraining
- Das Konzept in den Medien
- Kosten
- Häufige Fragen (FAQ)
„Das Gerät misst auf das Grad genau. Ob die Belastung heute passt, entscheidet der Mensch daneben.“
– Trainingsverständnis bei Movendus
Was die Geräte anders machen
Wer sich im Fitnessstudio an einem Rückenstrecker nach hinten drückt, trainiert vor allem Gesäß und Oberschenkelrückseite. Die kleinen Muskeln an der Wirbelsäule lassen sich kaum willentlich ansteuern und bekommen so keinen gezielten Reiz. Genau das lösen die POWERSPINE-Geräte anders:
- Halb sitzend und fixiert – Beim Back-Gerät sitzen Sie halb, Becken und Beine werden von hinten fixiert. Studien zeigen, dass genau diese Kombination die Hüftstrecker ausschaltet und die Rückenstrecker gezielt arbeiten lässt. Beim Neck-Gerät werden Oberkörper und Schultern fixiert.
- Ausgeglichenes Eigengewicht – Ein elektronisch bestimmtes Gegengewicht gleicht das Gewicht Ihres Oberkörpers bzw. Kopfes aus. Trainiert wird nur der gewollte Widerstand.
- Eingestellter Bewegungsumfang – Wir legen fest, in welchem Winkelbereich Sie sich bewegen – bei einem Bandscheibenvorfall ein anderer als bei einer Haltungsschwäche. Auch im kleinen Winkel wird die Muskulatur über den ganzen Bewegungsbereich kräftiger.
- Voreinstellungen je Diagnose – Die Trainingssoftware hinterlegt Ausgangswerte für über 240 Diagnosen. Die Feinjustierung übernehmen Max und Sven – nach Ihrem Befund und Ihrer Tagesform.
- Kraftmessung – Zu Beginn und am Ende messen wir Ihre Kraft über mehrere Winkel und vergleichen sie mit Referenzwerten schmerzfreier Menschen. So sehen Sie schwarz auf weiß, was sich verändert hat.

Warum die Tiefenmuskulatur?
Die tiefen Rückenmuskeln – allen voran der Musculus multifidus – setzen direkt an den Wirbeln an. Sie richten die Wirbelsäule auf und stabilisieren sie Segment für Segment, wie viele kleine Spanngurte. Im Nacken übernehmen das mehrere tief liegende Muskelschichten zwischen Halswirbeln und Schädel.
Übersichtsarbeiten zeigen:9 Bei Menschen mit chronischen Rückenschmerzen sind diese Muskeln häufig kleiner und haben Fett eingelagert – bei akuten Schmerzen deutlich seltener. Das gleiche Muster findet sich bei Bandscheibenvorfällen, Spinalkanalstenosen, Wirbelgleiten und chronischen Nackenbeschwerden.
Ein Erklärungsmodell: der Kreislauf der Schonung
1 · Reizung
Eine kleine Verletzung oder Überlastung an Muskel, Faszie oder Bandscheibe verursacht Schmerz.
2 · Schonung
Das Nervensystem „drosselt“ die tiefen Muskeln reflexartig, man bewegt sich vorsichtiger. Große, oberflächliche Muskeln springen ein.
3 · Abbau
Die tiefen Muskeln bauen ab und verfetten – teils auch dann noch, wenn der erste Schmerz längst vorbei ist.
4 · Weniger Halt
Die Wirbelsäule wird schlechter stabilisiert, Bandscheiben und Gelenke tragen mehr Last. Neue Schmerzepisoden werden wahrscheinlicher.
Dieses sogenannte Dekonditionierungsmodell10 ist gut begründet, aber nicht in jedem Punkt bewiesen: Ob der Muskelabbau Ursache oder Folge der Beschwerden ist, ist wissenschaftlich nicht abschließend geklärt. Klar ist dagegen, dass sich die Muskulatur gezielt wieder aufbauen lässt – das zeigen Ultraschallmessungen am POWERSPINE-Gerät.
Hinzu kommt das Alter: Langzeitstudien zeigen,11 dass die tiefe Rückenmuskulatur mit den Jahren stärker verfettet als etwa Waden- oder Oberschenkelmuskeln. Allgemeine Bewegung ist wichtig, erreicht diese Muskeln aber nur begrenzt.

MRT-Querschnitt der Lendenwirbelsäule: gesunde tiefe Rückenmuskulatur (links) und Muskulatur mit Fetteinlagerung (rechts, helle Flächen). Bild: © Praxis Dr. Alfen
max. 150 s
Trainingszeit pro Gerät
2–3×
pro Woche in der Aufbauphase
ca. 18
Einheiten für den Muskelaufbau
1:1
durchgehende Betreuung
So läuft das Training ab
Zwei bis drei Einheiten pro Woche mit mindestens 48 Stunden Pause dazwischen, jede mit Max oder Sven an Ihrer Seite. So sieht der Weg aus:
1 · Erstgespräch & Kraftmessung
Rund eine halbe Stunde: Wir fragen nach Beschwerden, Vorgeschichte, Befunden und Warnzeichen, stellen die Geräte auf Ihren Körper ein und messen Ihre Ausgangskraft.
2 · Aufbauphase
Rund 18 Einheiten. Die ersten Einheiten laufen bewusst mit reduzierter Belastung, danach steigern wir Gewicht und Bewegungsumfang schrittweise – so weit, wie Ihr Rücken es verträgt.
3 · Abschlussmessung & Erhalt
Am Ende messen wir erneut und besprechen das Ergebnis. Zum Erhalt genügt danach in der Regel eine kurze Einheit pro Monat.
Eine Einheit im Detail
- Einstellen – Sitzhöhe, Polster, Fußposition und Gurt sind für Sie gespeichert. So trainieren Sie jedes Mal in exakt derselben Position.
- 4–2–4-Takt – 4 Sekunden aufrichten, 2 Sekunden halten, 4 Sekunden zurück. Gerade das Halten ist wichtig, damit der Multifidus mitarbeitet und nicht nur die oberflächlichen Muskeln.
- Ein Satz bis zur Erschöpfung – 12 bis 15 Wiederholungen – das sind die rund 2 bis 2,5 Minuten pro Gerät.
- Dokumentation – Gewicht, Wiederholungen, Zeit, Ihr Anstrengungsempfinden und Ihre Rückmeldung werden nach jeder Einheit in Ihren Trainingsplan eingetragen. Daran richten wir die nächste Einheit aus.
Anwendungsgebiete
POWERSPINE ist für Beschwerden gedacht, bei denen eine geschwächte Rücken- oder Nackenmuskulatur beteiligt ist – als eigenständiges Training oder begleitend zu Physiotherapie und ärztlicher Behandlung. Typische Anlässe:
Lendenwirbelsäule
- Länger bestehende (chronische) Rückenschmerzen
- Bandscheibenvorfall und -vorwölbung – nach der akuten Phase
- Degenerative Veränderungen der Wirbelsäule
- Gleitwirbel und Spinalkanalstenose – nach ärztlicher Abklärung
Halswirbelsäule & Nacken
- Wiederkehrende Nackenschmerzen und -verspannungen
- Beschwerden nach Bandscheibenvorfall der HWS
- Haltungsbedingte Beschwerden bei viel Sitz- und Bildschirmarbeit
Aufbau & Vorbeugung
- Muskulärer Wiederaufbau nach Rückenoperation – nach ärztlicher Freigabe
- Vorbeugung erneuter Rückenschmerz-Episoden
- Kraftdefizite der Rücken- und Nackenstrecker
Ihre Trainer
POWERSPINE bei Movendus betreuen zwei staatlich anerkannte Physiotherapeuten, die das Konzept in einer zweitägigen Schulung der POWERSPINE Academy gelernt, mit theoretischer und praktischer Prüfung abgeschlossen haben und ihr Wissen jährlich auffrischen – in einer Auffrischungsschulung und auf dem POWERSPINE-Kongress. Hier stehen Namen, Ausbildungsstätten und Jahreszahlen – damit Sie wissen, wer Sie betreut.

Max Dietrich
Physiotherapeut · POWERSPINE Practitioner
Mitinhaber · Standort Kaltenkirchen
Ich bin Mitinhaber von Movendus und Physiotherapeut seit meinem Staatsexamen 2015 an der Internationalen Medizinischen Akademie in Worms. 2022 habe ich die Ausbildung zum POWERSPINE Practitioner abgeschlossen und betreue das Training seitdem in Kaltenkirchen.
Als Therapeut setze ich auf POWERSPINE, weil es die Wirbelsäule gezielt stabilisiert und dabei Kraft, Beweglichkeit und neuromuskuläre Kontrolle miteinander verbindet. Das Training lässt sich individuell dosieren und ermöglicht meinen Patienten einen sicheren, nachvollziehbaren Belastungsaufbau. So schaffen wir die Grundlage für einen belastbaren Rücken und langfristig mehr Sicherheit im Alltag.
Sie finden mich auch im Team Kaltenkirchen.
- Heute · Movendus Kaltenkirchen Physiotherapie und POWERSPINE-Training am Standort Werner-von-Siemens-Straße 24. Mitinhaber der Praxis.
- Jährlich · Auffrischung und POWERSPINE-Kongress Jährliche Auffrischungsschulung sowie Updates zum Konzept und zur aktuellen Studienlage auf dem jährlichen POWERSPINE-Kongress.
- 2022 · POWERSPINE Practitioner POWERSPINE GmbH, Würzburg. Zweitägige Konzeptschulung der POWERSPINE Academy mit anatomischen, physiologischen und praktischen Inhalten; Abschluss mit theoretischer und praktischer Prüfung.
- 2015 · Staatsexamen Physiotherapie Internationale Medizinische Akademie, Worms.

Sven
Physiotherapeut (B. Sc.) · POWERSPINE Practitioner
Standort Hamburg-Winterhude
Ich bin seit 2010 Physiotherapeut: Staatsexamen am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, ein Jahr später der Bachelor in Physiotherapie an der Hochschule 21 in Buxtehude. Seit 2022 bin ich POWERSPINE Practitioner und betreue das Training in Winterhude.
Mir gefällt an POWERSPINE besonders, dass die Anwendung gezielt auf die Wirbelsäule ausgerichtet ist und sich gut in meine Therapie integrieren lässt. Ich nutze es gerne, weil es eine angenehme und unterstützende Ergänzung zu meinen bisherigen Behandlungsmethoden ist.
Sie finden mich auch im Team Winterhude.
- Heute · Movendus Hamburg-Winterhude Physiotherapie und POWERSPINE-Training am Standort Gertigstraße 20.
- Jährlich · Auffrischung und POWERSPINE-Kongress Jährliche Auffrischungsschulung sowie Updates zum Konzept und zur aktuellen Studienlage auf dem jährlichen POWERSPINE-Kongress.
- 2022 · POWERSPINE Practitioner POWERSPINE GmbH, Würzburg. Zweitägige Konzeptschulung der POWERSPINE Academy mit anatomischen, physiologischen und praktischen Inhalten; Abschluss mit theoretischer und praktischer Prüfung.
- 2011 · Bachelor of Science Physiotherapie Hochschule 21, Buxtehude.
- 2010 · Staatsexamen Physiotherapie Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE).
Was POWERSPINE leisten kann – und was nicht
Viele Trainierende berichten nach der Aufbauphase von mehr Stabilität und einem belastbareren Rücken. Damit Sie einschätzen können, worauf Sie sich einlassen, benennen wir beide Seiten.
Was realistisch möglich ist
- Gezielter, messbarer Kraftaufbau der tiefen Rücken- bzw. Nackenmuskulatur
- Eine Kraftmessung vorher und nachher – Veränderung wird sichtbar
- Training auch bei Bandscheibenvorfall, weil der Bewegungsbereich begrenzt werden kann
- Kurze Einheiten, die in einen vollen Alltag passen
- Eine sinnvolle Ergänzung zu Physiotherapie und ärztlicher Behandlung
- Eine klare Empfehlung, wenn etwas ärztlich abgeklärt gehört
Was wir nicht versprechen
- Schmerzfreiheit oder Heilung
- Dass sich eine Operation vermeiden lässt – das entscheidet der ärztliche Befund
- Einen Ersatz für ärztliche Diagnostik, Bildgebung oder Medikation
- Die gleiche Wirkung bei jedem Menschen und jedem Befund
- Dass das Ergebnis ohne Erhaltungstraining bestehen bleibt
- Eine Kostenübernahme durch die Krankenkasse
Wie gut das Training hilft, hängt von der Ursache, der Dauer der Beschwerden und Ihrem Körper ab. Wenn sich nach den ersten Wochen weder Kraft noch Beschwerden verändern, sagen wir Ihnen das – und überlegen mit Ihnen, was stattdessen sinnvoll ist.
Was die Studienlage hergibt
POWERSPINE ist kein gewöhnlicher Rückentrainer, und genau das ist in Studien untersucht worden: das isolierte Training der Lendenstrecker bei fixiertem Becken (in der Fachliteratur „isolated lumbar extension“, ILEX). Wir unterscheiden hier bewusst zwischen unabhängiger Forschung, veröffentlichten Studien am POWERSPINE-Gerät und Praxisdaten des Entwicklers.
Unabhängige Forschung · Steele et al. 2015 und 2018, da Silva et al. 2009, Graves et al. 19921–4
Die Methode: isoliertes Training der Rückenstrecker
Eine britische Forschungsgruppe um James Steele hat die Studien zu dieser Trainingsform ausgewertet: Bei chronischen, unspezifischen Rückenschmerzen verbesserten sich Schmerz, Alltagsfunktion und Kraft deutlich – und je mehr Kraft die Rückenstrecker gewannen, desto besser war im Schnitt das Ergebnis. Andere Studien zeigen, dass erst halb sitzende Position und Beckenfixierung die Rückenstrecker gezielt arbeiten lassen und dass Training im begrenzten Winkel die Kraft über den ganzen Bewegungsbereich steigert.
Einordnung: Die Studien stammen überwiegend aus der Zeit vor POWERSPINE und wurden an vergleichbaren Geräten anderer Hersteller durchgeführt. Sie belegen die Methode, nicht das konkrete Gerät.
Scientific Reports · 2025 · Domokos et al.5
58 Patient:innen, 16 Wochen am POWERSPINE-Back-Gerät
Menschen mit länger als drei Monate bestehenden Rücken- und Beinschmerzen durch Nervenwurzelkompression trainierten 25 Einheiten am POWERSPINE Back – eine Gruppe nur am Gerät, die andere zusätzlich mit Manueller Therapie und Übungen. In beiden Gruppen sank der Schmerz im Mittel um rund 29 von 100 Punkten, die Alltagseinschränkung (ODI) nahm deutlich ab, die Rückenstreckkraft stieg um gut die Hälfte, und der Querschnitt des Multifidus nahm im Ultraschall messbar zu. Zwischen den Gruppen gab es keinen belastbaren Unterschied.
Einschränkungen: nicht randomisiert, keine Vergleichsgruppe ohne Training, ein einziges Zentrum (Wirbelsäulenzentrum Dr. Alfen), keine Langzeitdaten.
Journal of Clinical Medicine · 2021 · Golonka et al.6
168 Patient:innen mit Bandscheibenvorfall und ausstrahlenden Schmerzen
18 Einheiten isoliertes Lendenstreckertraining in begrenztem Bewegungsumfang über neun Wochen. Die Schmerzstärke sank im Mittel von 4,2 auf 1,9 (Skala 0–10), die Kraft stieg um rund 36 Prozent, 96 Prozent gaben weniger Beschwerden an.
Einschränkungen: rückblickende Auswertung ohne Kontrollgruppe, nur Patient:innen bis 50 Jahre, trainiert wurde an einem Vorgängergerät. Dr. Alfen ist an der Firma beteiligt, die POWERSPINE vertreibt – das ist in der Studie offengelegt.
Praxisdaten des Entwicklers · Universität Würzburg · 2019–20217
Ergebnisse nach Diagnose
Das Wirbelsäulenzentrum Dr. Alfen hat gemeinsam mit dem Institut für Sportwissenschaft der Universität Würzburg Behandlungsverläufe ausgewertet. Angegeben ist der Anteil der Patient:innen, die nach dem Training weniger Beschwerden hatten:
| Diagnose | Anzahl | weniger Beschwerden |
|---|---|---|
| Bandscheibenvorfall Lendenwirbelsäule | 168 | 96,4 % |
| Bandscheibenvorfall Halswirbelsäule | 90 | 97,8 % |
| Spinalkanalstenose | 233 | 86,9 % |
| Wirbelgleiten (Spondylolisthesis) | 182 | 93,4 % |
Nachbefragungen zeigen außerdem: 12 Monate nach Trainingsende waren die Beschwerden im Schnitt unverändert niedrig. Wer ein monatliches Erhaltungstraining machte, blieb nach sechs Monaten stabil – ohne Erhaltungstraining nahmen die Beschwerden wieder deutlich zu.
Einordnung: Bis auf die Bandscheibenvorfall-Daten der Lendenwirbelsäule (Golonka 2021) sind das Abschlussarbeiten, die nicht in Fachzeitschriften begutachtet wurden. Es handelt sich um subjektive Angaben, ohne Vergleichsgruppe und aus der Praxis des Entwicklers. Wir zeigen sie, weil sie die einzigen Daten zu diesen Diagnosen sind – nicht als Erfolgsversprechen.
Wie wir das einordnen: Die Ergebnisse sind ermutigend und passen zu dem, was gut belegt ist – gezieltes Training hilft bei chronischen Rückenschmerzen. Was fehlt, sind randomisierte Studien, die POWERSPINE direkt mit anderen Trainingsformen oder mit Nicht-Training vergleichen, und Studien am Gerät außerhalb des Entwicklerumfelds. Ob das isolierte Gerätetraining anderen gezielten Trainingsformen überlegen ist, ist damit nicht belegt.
Zum Nackengerät gibt es bisher keine in einer Fachzeitschrift veröffentlichte Studie. Die Praxisdaten oben enthalten 90 Patient:innen mit Bandscheibenvorfall der Halswirbelsäule; ältere Studien zeigen, dass sich die Nackenstrecker mit Fixierung gezielt kräftigen lassen.8
Die Würzburger Praxisdaten enthalten auch kleine Auswertungen zu Tinnitus, Schwindel und Migräne mit 23 bis 60 Patient:innen. Das reicht uns nicht, um diese Beschwerden als Anwendungsgebiete zu nennen.
Aussagen in Medienberichten wie „80 bis 90 Prozent der Wirbelsäulen-Operationen kann man vermeiden“ sind Einschätzungen des Entwicklers – kein Studienergebnis zu diesem Training.
- Steele J, Bruce-Low S, Smith D. A review of the clinical value of isolated lumbar extension resistance training for chronic low back pain. PM R 2015;7(2):169–187.
- Steele J et al. Does change in isolated lumbar extensor muscle function correlate with good clinical outcome? Disabil Rehabil 2018.
- da Silva RA, Larivière C, Arsenault AB et al. Pelvic stabilization and semisitting position increase the specificity of back exercises. Med Sci Sports Exerc 2009;41(2):435–443.
- Graves JE, Pollock ML, Leggett SH et al. Limited range-of-motion lumbar extension strength training. Med Sci Sports Exerc 1992;24(1):128–133.
- Domokos B et al. Isolated lumbar extension exercise alone or in a multimodal program for low back pain and radiculopathy: a non-randomized controlled trial. Sci Rep 2025. Zur Studie
- Golonka W, Raschka C, Harandi VM, Domokos B, Alfredson H, Alfen FM, Spang C. Isolated Lumbar Extension Resistance Exercise in Limited Range of Motion for Patients with Lumbar Radiculopathy and Disk Herniation. J Clin Med 2021;10(11):2430. Zur Studie
- POWERSPINE Concept – Wissenschaftsbroschüre (2022), Kapitel 8, mit Abschlussarbeiten des Instituts für Sportwissenschaft der Universität Würzburg (Barth 2020, Köber 2020, Lösch 2021, Rohr 2020, Jambour 2020, Peer 2020).
- Pollock ML, Graves JE, Bamman MM et al. Frequency and volume of resistance training: effect on cervical extension strength. Arch Phys Med Rehabil 1993;74(10):1080–1086.
- Goubert D et al. Structural changes of lumbar muscles in non-specific low back pain: a systematic review. Pain Physician 2016;19(7):E985–E1000.
- Steele J, Bruce-Low S, Smith D. A reappraisal of the deconditioning hypothesis in low back pain. Curr Med Res Opin 2014;30(5):865–911.
- Dahlqvist JR et al. Fat replacement of paraspinal muscles with aging in healthy adults. Med Sci Sports Exerc 2017;49(3):595–601.
Grenzen, Sicherheit & Gegenanzeigen
POWERSPINE ist intensives Krafttraining. Das ist seine Stärke – und der Grund, warum es nicht für jede Situation passt. Die folgenden Listen orientieren sich an den Ausschlusskriterien der Würzburger POWERSPINE-Studie und an den allgemein anerkannten Gegenanzeigen für intensives Krafttraining der Wirbelsäule. Im Erstgespräch fragen wir diese Punkte gezielt ab.
Wann wir nicht trainieren
- Fieber, akuter Infekt oder deutlich reduzierter Allgemeinzustand
- Akute Schmerzphase, zum Beispiel ein frischer Hexenschuss – wir starten, wenn die akuten Schmerzen abgeklungen sind
- Akuter Bandscheibenvorfall mit zunehmenden Lähmungen oder Taubheit
- Frische Verletzung oder Verdacht auf einen Wirbelbruch
- Plötzlich aufgetretene oder unklare Beschwerden ohne ärztliche Abklärung
- Frischer Herzinfarkt oder Schlaganfall, schwere Herz-Kreislauf-Erkrankung oder nicht eingestellter Bluthochdruck
- Bekanntes Aneurysma, etwa der Hauptschlagader oder der Hirngefäße
- Instabilität der Halswirbelsäule, zum Beispiel im oberen Kopfgelenk bei rheumatoider Arthritis (betrifft das Nackengerät)
Wann wir nur nach ärztlicher Abstimmung trainieren
- Nach Operationen an der Wirbelsäule, besonders nach einer Versteifungs-OP oder mit Implantaten – erst nach ärztlicher Freigabe
- Frisches oder länger zurückliegendes Schleudertrauma sowie verheilte Wirbelfrakturen
- Höhergradiges oder instabiles Wirbelgleiten
- Schwindel oder Sehstörungen bei Kopfbewegungen, deren Ursache nicht geklärt ist
- Größere Leisten- oder Bauchwandbrüche
- Fortgeschrittene Osteoporose
- Entzündlich-rheumatische Erkrankungen der Wirbelsäule
- Tumorerkrankungen
- Schwangerschaft
Mögliche Reaktionen nach dem Training
Muskelkater und eine vorübergehende Verstärkung der bekannten Beschwerden sind möglich und klingen meist nach ein bis zwei Tagen ab. Halten Beschwerden an, verstärken sie sich deutlich oder kommen neue Symptome hinzu, melden Sie sich bei uns oder ärztlich.
Diese Anzeichen gehören nicht zu uns, sondern sofort ärztlich abgeklärt
Plötzliche Lähmung oder Taubheit in Armen oder Beinen · Taubheitsgefühl im Gesäß-/Genitalbereich oder Probleme beim Wasserlassen · plötzlicher stärkster Kopfschmerz · Brustschmerz mit Atemnot · Schmerzen mit Fieber und Nachtschweiß · ungewollter Gewichtsverlust.
Rufen Sie in diesen Fällen nicht bei uns an, sondern den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116 117 – bei Verdacht auf einen Notfall die 112.
Wir sagen Ihnen ehrlich, wenn POWERSPINE nicht das Richtige für Sie ist, und empfehlen den passenden nächsten Schritt.
POWERSPINE vs. klassisches Gerätetraining
Beide stärken den Rücken – aber nicht dieselben Muskeln. Der Überblick zeigt, wo der Unterschied liegt.
| POWERSPINE | Klassischer Rückenstrecker | |
|---|---|---|
| Wer arbeitet? | Tiefe Rücken- bzw. Nackenmuskulatur, isoliert | Vor allem Gesäß und Oberschenkelrückseite |
| Fixierung | Becken und Beine (Back) bzw. Oberkörper und Schultern (Neck) | Meist keine oder nur teilweise |
| Eigengewicht | Elektronisch ausgeglichen | Nicht ausgeglichen |
| Bewegungsumfang | Individuell begrenzt, per Motor und Laser eingestellt | Frei oder grob einstellbar |
| Messung | Kraft über mehrere Winkel, vorher und nachher | Meist keine |
| Dauer | Max. 150 Sekunden pro Gerät | Mehrere Sätze, oft 30–60 Minuten Gesamttraining |
| Betreuung | Durchgehend 1:1 durch Physiotherapeuten | Oft eigenständig |
Und was ist mit Pilates, Rückenschule oder freiem Krafttraining? Für unspezifische Rückenschmerzen helfen laut Übersichtsarbeiten viele Trainingsformen ähnlich gut. POWERSPINE ist eine davon – mit drei Besonderheiten: Es erreicht die tiefe Muskulatur isoliert, der Fortschritt ist messbar, und es funktioniert auch dann, wenn freie Übungen wegen Schmerzen, Alter oder Befund kaum möglich sind.
Bei Movendus kombinieren wir POWERSPINE bei Bedarf mit Physiotherapie und Osteopathie – abgestimmt auf das, was Ihr Rücken gerade braucht.
Das Konzept in den Medien
Über das POWERSPINE-Konzept und seinen Entwickler Dr. Alfen wurde bundesweit berichtet. Die Berichte handeln vom Konzept, nicht von Movendus. Überschriften und Zahlen darin geben die Einschätzung der Autor:innen bzw. von Dr. Alfen wieder.
Kosten
POWERSPINE ist ein Selbstzahler-Angebot; gesetzliche Krankenkassen übernehmen die Kosten in der Regel nicht. Die Preise unterscheiden sich je nach Standort:
Kaltenkirchen
Einzeltermin55 €
18er-Karte für die Aufbauphase880 €
statt 990 € – Sie sparen 110 €
Hamburg-Winterhude
Einzeltermin65 €
18er-Karte für die Aufbauphase1.050 €
statt 1.170 € – Sie sparen 120 €
Die 18er-Karte deckt die komplette Aufbauphase ab. Zum Erhalt buchen Sie danach einzelne Termine. Es gibt keine Vertragslaufzeit und keine Zusatzprodukte, die wir Ihnen vor Ort verkaufen.
Private Krankenversicherungen und Zusatzversicherungen erstatten Gerätetraining unterschiedlich – fragen Sie vorab bei Ihrer Versicherung nach. Eine Erstattung können wir nicht zusagen.
Bereit für einen belastbaren Rücken?
Vereinbaren Sie ein Vorgespräch für POWERSPINE – bei Max in Kaltenkirchen oder bei Sven in Winterhude. Und wenn das Training nicht zu Ihnen passt, sagen wir Ihnen das.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
In Kaltenkirchen betreut Sie Max Dietrich, Mitinhaber von Movendus und Physiotherapeut seit 2015 (Staatsexamen an der Internationalen Medizinischen Akademie in Worms). In Hamburg-Winterhude betreut Sie Sven, Physiotherapeut seit 2010 (Staatsexamen am UKE) mit Bachelor in Physiotherapie der Hochschule 21 in Buxtehude. Beide haben 2022 die zweitägige Ausbildung zum POWERSPINE Practitioner bei der POWERSPINE GmbH in Würzburg abgeschlossen und frischen ihr Wissen jährlich auf, in einer Auffrischungsschulung und auf dem POWERSPINE-Kongress.
Die Geräte fixieren Becken und Beine bzw. Oberkörper und Schultern, gleichen das Eigengewicht elektronisch aus und begrenzen den Bewegungsumfang individuell. Dadurch können Gesäß- und Oberschenkelmuskeln nicht mehr übernehmen, und die tiefe Rücken- bzw. Nackenmuskulatur wird isoliert trainiert. Zusätzlich wird die Kraft zu Beginn und am Ende gemessen.
Das Training selbst dauert höchstens 150 Sekunden pro Gerät. In der Aufbauphase trainieren Sie zwei- bis dreimal pro Woche, in der Regel rund 18 Einheiten. Danach genügt zum Erhalt meist eine Einheit pro Monat. Wie viele Einheiten in Ihrem Fall sinnvoll sind, besprechen wir individuell.
Weil ein einziger, langsamer Satz bis zur Erschöpfung reicht: 12 bis 15 Wiederholungen im 4–2–4-Takt, also 4 Sekunden aufrichten, 2 Sekunden halten, 4 Sekunden zurück. Das ergibt rund 2 bis 2,5 Minuten. Studien zeigen, dass weitere Sätze keinen zusätzlichen Nutzen bringen. Entscheidend ist, dass die tiefe Muskulatur in dieser Zeit wirklich an ihre Grenze kommt.
Am Ende messen wir Ihre Kraft erneut und vergleichen sie mit dem Ausgangswert. Danach genügt zum Erhalt in der Regel eine Einheit pro Monat. Nachbefragungen aus Würzburg zeigen, dass Menschen mit Erhaltungstraining ihr Ergebnis nach sechs Monaten gehalten hatten, während die Beschwerden ohne Erhaltungstraining wieder zunahmen.
Ja, dafür gibt es das Gerät POWERSPINE Neck, bei dem Oberkörper und Schultern fixiert werden und die tiefe Nackenmuskulatur isoliert arbeitet. Die Datenlage ist hier dünner als für den unteren Rücken: Es gibt Praxisdaten aus Würzburg zu Bandscheibenvorfällen der Halswirbelsäule, aber noch keine veröffentlichte Studie. Bei Schwindel oder Sehstörungen bei Kopfbewegungen klären wir vorher ärztlich ab.
Oft ja, nach der akuten Phase und wenn keine zunehmenden Lähmungen oder Taubheit bestehen. Weil wir den Bewegungsumfang am Gerät begrenzen können, trainieren Sie nur in dem Bereich, den Ihr Rücken verträgt. Bei frischen oder unklaren Befunden klären wir vorher ab, ob eine ärztliche Untersuchung nötig ist.
Die Methode dahinter, das isolierte Training der Rückenstrecker bei fixiertem Becken, ist seit den 1990er-Jahren gut untersucht; Übersichtsarbeiten zeigen bei chronischen Rückenschmerzen deutliche Verbesserungen bei Schmerz, Funktion und Kraft. Am POWERSPINE-Gerät selbst gibt es zwei veröffentlichte Studien aus Würzburg mit guten Ergebnissen, aber ohne Kontrollgruppe ohne Training und aus dem Umfeld des Entwicklers. Randomisierte Vergleichsstudien fehlen bisher.
Es ist intensiv, aber kontrolliert, und die ersten Einheiten laufen bewusst mit reduzierter Belastung. Muskelkater oder eine vorübergehende Verstärkung der bekannten Beschwerden sind möglich und klingen meist nach ein bis zwei Tagen ab. Sprechen Sie solche Reaktionen in der nächsten Einheit an, damit wir die Belastung anpassen.
Nicht geeignet ist das Training bei Fieber und akuten Infekten, in einer akuten Schmerzphase wie einem frischen Hexenschuss, bei einem akuten Bandscheibenvorfall mit zunehmenden Lähmungen oder Taubheit, bei frischen Verletzungen oder Verdacht auf einen Wirbelbruch, bei unklaren Beschwerden ohne ärztliche Abklärung, nach einem frischen Herzinfarkt oder Schlaganfall, bei schweren Herz-Kreislauf-Erkrankungen, einem bekannten Aneurysma oder einer Instabilität der Halswirbelsäule. Nur nach ärztlicher Abstimmung trainieren wir nach Wirbelsäulenoperationen, nach einem Schleudertrauma, bei höhergradigem Wirbelgleiten, ungeklärtem Schwindel bei Kopfbewegungen, größeren Leisten- oder Bauchwandbrüchen, fortgeschrittener Osteoporose, entzündlich-rheumatischen Erkrankungen, Tumorerkrankungen oder in der Schwangerschaft.
POWERSPINE ist ein Selbstzahler-Angebot, gesetzliche Krankenkassen übernehmen die Kosten in der Regel nicht. Ein Einzeltermin kostet in Kaltenkirchen 55 € und in Hamburg-Winterhude 65 €. Die 18er-Karte für die Aufbauphase kostet in Kaltenkirchen 880 € (110 € Ersparnis) und in Winterhude 1.050 € (120 € Ersparnis). Private Kranken- und Zusatzversicherungen erstatten unterschiedlich – fragen Sie vorab bei Ihrer Versicherung nach.
Für das Training als Selbstzahler-Leistung ist keine Überweisung nötig. Bei akuten Beschwerden, nach Operationen oder bei bestimmten Vorerkrankungen empfehlen wir, vorab ärztlichen Rat einzuholen. Im Vorgespräch klären wir das gemeinsam.
Sie sind Physiotherapeut:in und möchten so arbeiten?
Bei Movendus arbeiten Sie mit POWERSPINE, betreuen 1:1 und nehmen sich Zeit für jede Einheit. Wir suchen Verstärkung in Kaltenkirchen und Winterhude.
POWERSPINE an zwei Standorten
POWERSPINE bieten wir in Kaltenkirchen und in Hamburg-Winterhude an. Wählen Sie den Standort, der Ihnen am nächsten liegt.
Kaltenkirchen · Max Dietrich
Movendus · Physiotherapie & Osteopathie
Hamburg-Winterhude · Sven
Movendus · Physio, Osteo & Coaching
Fachlich geprüft von Max Dietrich (Physiotherapeut, POWERSPINE Practitioner) und Sven (Physiotherapeut B. Sc., POWERSPINE Practitioner) · Stand: 29.09.2026 · Diese Seite ersetzt keine ärztliche Diagnose oder Behandlung.
